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Michael Häupl – 24 goldene Jahre für Wien

SPÖ-Klubvorsitzender Christian Oxonitsch würdigt den scheidenden Bürgermeister
© Schaub-Walzer
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Der 24. Mai 2018 ist ein historischer Tag. Nach beinahe einem Vierteljahrhundert heißt der Wiener Bürgermeister nicht mehr Michael Häupl. SPÖ-Klubvorsitzender Christian Oxonitsch würdigt das scheidende Stadtoberhaupt: „Mit Michael Häupl tritt ein Mann als Wiener Bürgermeister ab, der die Wiener Kommunalpolitik über 40 Jahre lang mitbestimmt und mitgestaltet hat – als Jugendpolitiker, als Gemeinderat, als Umweltstadtrat und fast 24 Jahre lang vor allem als Wiener Bürgermeister. Er war vier Jahrzehnte lang Gestalter und Lenker der Wiener Kommunalpolitik.“

Er hat sein Amt mit viel Wissen und Umsicht geführt und war immer ein Bürgermeister für alle Wienerinnen und Wiener

Christian Oxonitsch über Michael Häupl


Für Michael Häupl war Bürgermeister zu sein „der schönste Job der Welt“. Für Oxonitsch war Häupl der beste Bürgermeister der Welt: „Er hat sein Amt mit viel Wissen und Umsicht geführt und war immer ein Bürgermeister für alle Wienerinnen und Wiener. Er hat die Stadt mit ruhiger Hand geführt und war unspektakulär, als Spektakel in der Politik zur Mode geworden sind. Gleichzeitig hat er wenn nötig Ecken und Kanten bewiesen.“
Michael Häupl hat aber auch als Sozialdemokrat Profil bewiesen. „Er hat unsere Grundwerte in der Politik vertreten: Freiheit, Solidarität, Gleichheit im Zugang aller zu den Leistungen unserer Stadt und Gerechtigkeit als Garant für den sozialen Frieden in der Gesellschaft“, so Oxonitsch. „In diesem Geist hat er unsere Stadt regiert und es war gut für Wien.“

Stadt des Wissens, Stadt der Umwelt, Stadt der Menschen 


Häupls Bilanz weist einige Meilensteine auf: Wien wird regelmäßig zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürt und hat sowohl von der Öffnung nach Osten als auch vom EU-Beitritt wirtschaftlich profitieren können. Die Hauptstadt ist Österreichs Nummer eins bei Betriebsansiedlungen und Standort namhafter Informations-, Kommunikations- und Biotechfirmen. „Wien muss eine Stadt des Wissens werden“, zitiert Oxonitsch den Bürgermeister, der den wirtschaftlichen Wandel und Fortschritt hin zur Digitalisierung schon früh erkannt hat. Zur Stadt des Wissens gehört auch ein gut ausgebautes Bildungsangebot. Gratiskindergarten, Ganztagesschule, Gratisnachhilfe und die höchste Mindestsicherung für Kinder aller Bundesländer tragen dazu bei, die Chancen von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und sozialen Aufstieg zu erhöhen.
150.000 Wohnungen wurden in der Zeit von Bürgermeister Michael Häupl neu gebaut und doppelt so viele modernisiert, neue Stadtviertel und ein neuer Hauptbahnhof gebaut. Dennoch sind 50 Prozent der Stadtfläche Wiens Grünfläche geblieben. Mit den Donauauen verfügt Wien sogar einen Nationalpark. Stromaufwärts wurde die Donauinsel fertiggestellt und mit zwei U-Bahn-Stationen versehen. Heute sind alle 23 Wiener Bezirke an das U-Bahn-Netz angebunden. Fast eine Milliarde Menschen nützen die Öffis pro Jahr – um 365 Euro. Zugleich wurden die innerstädtischen Bezirke durch geschickte Parkraumbewirtschaftung entlastet.
„Für Michael Häupl waren all diese Bemühungen selbstverständlich“, streut Oxonitsch dem Stadtchef Rosen. „Er war nie einer, der sich lange in der Sonne des Erfolges feiern ließ oder seine Tätigkeit danach ausrichtete, dass er in den Medien gut dasteht. Was er alles geleistet hat, was er alles mit seinem Team für Wien geleistet, lässt sich schon heute eindrucksvoll belegen. Noch mehr wird die Geschichte urteilen und zum Schluss kommen, dass es goldene Jahre für Wien waren.“

Danke, Michael Häupl!